Eine Lesben- und Schwulenparade wird es zum diesjährigen „Eurovision Song Contest“ (ESC) in Moskau nicht geben, jedenfalls nicht nach wenn es nach dem Willen der Stadt Moskau geht. Nikolai Alexejew hat eine entsprechende Parade für den 16. Mai, dem Finaltag des ESC angemeldet und nun die Absage erhalten. Nach einem Bericht des NDR sagte ein Sprecher des Rathauses, dass es eine solche Parade noch nie gegeben habe und dies auch so bleiben werde. Trotz des Verbotes will Alexejew jedoch an seinen Plänen festhalten und die Parade durch die Straßen Moskaus durchführen. Moskau ist für seine lesben- und schwulenfeindliche Haltung bekannt.
Bürgermeister Juri Luschkow hat bereits in der Vergangenheit ähnliche Veranstaltungen in der russischen Hauptstadt untersagt und teilweise auch gewaltsam beenden lassen. Homosexuelle sind nach seinen Worten „Abartige" und ihre Handlungen sind „satanisch". Auch Oscar Loya, der Sänger des deutschen Beitrags „Alex swings Oscar sings", wurde erst kürzlich Opfer der homofeindlichen Haltung in Russland. Eine Zeitung machte publik, dass Oscar mit einem Mann liiert ist. In Russland sind solche Outings ein absoluter Tabubruch.
(PRIDE1.de/kt)

