


Trotz Drohungen durch Freikirchler und anderen schwulenfeindlichen Gruppierungen, fand am gestrigen 2. Mai, das Eröffnungskonzert der EuroPride ohne Zwischenfälle statt. Lediglich einige wenige Personen verteilten an den Eingängen Handzettel brachen dies aber nach einer Aufforderung der Sicherheitskräfte umgehend ab. Auch Anwesend war die neu gewählte lesbische Stadtpräsidentin Corin Mauch gemeinsam mit ihrer Freundin.
Entgegen vorheriger Ankündigungen blieben Stör-Aktionen aber aus. EuroPride-Sprecher Michael Rüegg sagte gegenüber dem Bieler Tagblatt, dass lediglich einige Handzettel verteilt wurden. "Man habe die Leute aber gebeten zu gehen, was diese auch getan hätten." Die Anfeindungen der EDU und der freikirchlichen "Familienlobby" in den letzten Wochen waren dennoch Thema an diesem Abend.
SP-Regierungsrat Markus Notter richtete in seinem Grußwort auch das Wort an die EDU. Diese hatte zuvor im Zürcher Kantonsrat die EuroPride als verwerfliche Veranstaltung und als eine gottlose Werbeplattform für Schwule bezeichnete.Notter stellte klar, dass solche Äußerungen zeigen, dass noch viel getan werden müsse und es die EuroPride in Zürich dringend brauche. Auch gab es von Notter klare Worte für die freikirchliche "Familienlobby", welche zum Protest gegen die EuroPride aufrief und angeblich in einem offiziellen Schreiben an die EuroPride die Veranstalter und Teilnehmer als "schwule Arschlöcher" beleidigte. Klage gegen die Familienlobby ist bereits eingereicht (romeoliebtjulian.com berichtete). "Dass sich dieser Verein Familienlobby nennt, ist pure Realsatire", sagte Notter zu dem Thema.
Abschließend stellte Markus Notter noch einmal deutlich fest, dass die EuroPride nicht einfach ein "Homo-Anlass" sei, sondern eines der schönsten Feste, das eine Stadt beherbergen könne sowie eine Demonstration für Menschenrechte.
(Peter Panzer)