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Am kommenden Freitag startet mit dem offiziellen CSD Empfang im Stuttgarter Rathaus die erste große Veranstaltung des diesjährigen Christopher Street Day (CSD) in Stuttgart. Der seit einigen Jahren regelmäßig durchgeführte Empfang ist 2010 etwas ganz besonderes: So spricht nicht nur erstmalig Hausherr und Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU), auch die Bundesjustizministerin und CSD Schirmherrin, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) reist nach Stuttgart, um sich für die umfassende Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender einzusetzen. Einen Vorgeschmack auf die mit Spannung erwartete Rede der Bundesjustizministerin am gibt das Grußwort, welches sie als Schirmherrin des CSD Stuttgart zum Programmheft des Festivals beigesteuert hat. Darin heißt es ausdrücklich: „Die Bundesregierung ist entschlossen, zahlreiche Benachteiligungen von Schwulen, Lesben und Transsexuellen aus der Welt zu schaffen; das haben wir im Koalitionsvertrag fest vereinbart.“ Klar macht Sabine Leutheusser-Schnarrenberger aber ebenso: „Schön wär’s, wenn es nicht nur faire Gesetze gäbe, sondern die Menschen auch im Alltag tolerant miteinander umgingen und es keine Diskriminierungen gäbe.“

Christoph Michl, Vorstand und Gesamtleiter des CSD Stuttgart, begrüßt die klaren und wichtigen Worte der Schirmherrin: „Sabine Leutheusser-Schnarrenberger tritt hier für nicht weniger ein, als die komplette Gleichstellung von homosexuellen Menschen in unserer Gesellschaft. Dieses laute und deutliche Signal ist nach 40 Jahren moderner Homosexuellen-Bewegung überfällig. Umso mehr freut uns die Teilnahme der Ministerin am CSD Rathausempfang. Dort wird sie ihren Standpunkt noch einmal im Detail erläutern.“

Ähnlich sieht das der Fraktionsvorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Rülke: „Gerade in unserer heutigen, vielfältigen und bunten Gesellschaft mit ihren unzähligen Lebenskonzepten ist es nicht mehr zeitgemäß, dass nach wie vor Menschen für die Wahl ihres individuellen Lebensentwurfs kämpfen und Einschränkungen in Kauf nehmen müssen.“ Dass auch das Land Baden-Württemberg seine „Hausaufgaben“ machen muss, verschweigt der FDP Politiker nicht: „Wir werden uns nun dafür einsetzen, dass im Rahmen der Dienstrechtsreform die entsprechenden Entscheidungen für die Gleichstellung der Beamtinnen und Beamten getroffen werden.“

Am Freitag, den 16. Juli 2010 wird mit dem CSD Empfang im Stuttgarter Rathaus ab 19:00 Uhr vor dem Panoramafenster im vierten Obergeschoss des ehrwürdigen Hauses ausführlich über das Festival informiert. Der Empfang ist öffentlich. Eine Einladung ist nicht nötig. Der CSD Stuttgart findet vom 23. Juli bis 01. August unter dem Motto „schön wär’s!“ statt.

(PRIDE1.de/pm/td)