Artikel zum Thema: Homo-Ehe
 
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    wikipedia.org - Andrew Bossi
Das Gesetz für die "eingetragene Partnerschft für gleichgeschlechtliche Paare" wird in Österreich zwar erst in den kommenden Tagen beschlossen, doch die Stadt Salzburg kündigt bereits an, dass sie den Marmorsaal von Schloss Mirabell für die Homo-Ehe öffnen wird. Der Marmorsaal gilt als der schönsten Trauungsaal der Welt und ist in der Regel ein halbes Jahr im Voraus ausgebucht. Damit gleichgeschlechtliche Paare umgehend nach in Kraft treten der Regelung zur Homo-Ehe zum Jahresbeginn 2010 den Saal nutzen können, hat Salzburg sich Gedanken gemacht. So wird der bis Mitte 2010 ausgebuchte Saal für eine Übergangszeit Sondertermine zur Verfügung stellen. Ab den ersten Amtstag im neuen Jahr, den 4. Januar 2010, gibt es für 5 Paare bereits die ersten freien Termine.

Die Mozartstadt könnte mit diesem Vorstoß und soviel Weltoffenheit zu Europas beliebtester Adresse für heiratswillige homosexuelle Paare werden. Um dem neuen Gesetz genüge zu tun, ist im Vorfeld ein ähnliches Prozedere wie bei heterosexuellen Hochzeiten nötig. Vor allem muss das Aufgebot bestellt und ein Termin für die Zeremonie vereinbart werden. Für beides ist das Standesamt im Schloss Mirabell zuständig. Der Formalakt mit der Unterzeichnung der Urkunden in den Räumen der Bezirksverwaltungsbehörde statt, die feierliche Zeremonie - ähnlich der einer Trauung - kann dann jedoch in dem Marmorsaal vollzogen werden. "Aus meiner Sicht spricht überhaupt nichts dagegen, auch homosexuellen Paaren für ihren Schritt in die gemeinsame Zukunft einen festlichen Rahmen zu bieten", sagte der zuständige ÖVP-Vizebürgermeister Harry Preuner am Mittwoch gegenüber der Zeitung "Krone".

(Peter Panzer)