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    DSquared

Es gab eine Zeit, da trug beinahe jeder zweite Jugendliche ein Baseball Cap. Vornehmlich im Design diverser amerikanischer Baseball aber auch Football- so wie Basketballmannschaften, wurden die Schirmmützen hierzulande primär von ihren Trägern nach optischen Kriterien ausgewählt. Gefragt waren dabei die Farbstellungen der Miami Dolphins, der San Francisco 49ers, der L.A. Lakers und der New York Yankees.

 

Skateboarder, die die Eierkopfmütze in den 1980er Jahren auch in Deutschland populär machten, etablierten damit einen neuen Trend im Straßenbild. Hatte die Jugendkultur damals noch alles adaptiert was aus dem fernen Amerika kam, so sind die Logos amerikanischer Sportvereine im Zuge des stetig steigenden Modebewusstseins bei Teenagern längst nicht mehr gefragt.

Insofern Kleidung Status und Ausdruck einer bestimmten Gruppenzugehörigkeit ist, kommt es für die meisten Träger darauf an, die "richtige" Marke zu tragen. Gerade bei erwachsenen Männern wirken Kappen mit Dollarzeichen schlichtweg unseriös.

Für jeden über Zwölf sind eigentlich nur noch Designerlabels akzeptabel, alles andere riecht nach "Ghetto".

Doch auch bei Modellen mit großen Namen gibt es Regeln zu beachten. Logo Caps von Gucci oder Louis Vuitton müssen nicht sein, wenn doch, dann bitte wenigsten das Original und nicht der fake aus dem letzten Türkeiurlaub. Ed Hardy -Bling Bling sollte nur tragen wer überdurchschnittlich gut aussieht, alle Anderen laufen Gefahr, dass man sich nach einem Gespräch nur noch an ihre Kopfbedeckung erinnert. Mit seinen dominanten Drucken raubt einem Ed Hardy nämlich jegliche Individualität in Sekundenschnelle.

Marken wie Ralph Lauren oder Bogner, wie sie von Berufssöhnen zwischen Sylt und Starnberg gerne getragen werden, bieten keinerlei stilistische Angriffsfläche und gehen daher in der Freizeit eigentlich immer. Wer es a bisserl cooler mag der greift zu Modellen diverser Denim Brands wie Diesel, Replay oder G-Star.

Einen Abkömmling der Baseball Kappe bildet der Trucker Hat. Diese eckige, aus Schaumstoff gefertigte Version des beliebten Käppis, mit dem charakteristischem Fliegengittereinsatz am Hinterkopf und dem größenregulierbaren Plastikriegel, steht jedoch immer noch in Verruf des Proletenkopfschmucks. Zumeist als billiges Werbegeschenk von Autohäusern oder anderen unsexy Industriebranchen an Jungs und ihre Väter verteilt, wird dieses Give-away auch von den Amis auch "gimme-cap" genannt.

Mit der Jahrtausendwende wurde der textile Kochtopf dank Cora Schuhmacher, die sich damit vor laufenden Kameras durch die Boxen am Nürburgring luderte, für kurze Zeit gesellschaftsfähig.

Unterstützung erhielt sie dabei von Paris Hilton, Justin Timberlake, Ashton Kutcher und einer Reihe von Hollywood Jungschauspielerinnen, die den Trucker Hat zur Ray Ban Pilotenbrille, mit Coffe-to-go in der einen, und Balenciaga Tasche in der anderen Hand, kombinierten. Das Label der Stunde hieß vonDutch , das heute nur noch in vorstädtischen Großraumdiskos anzutreffen ist. Die zeitgemäße Variante ist die Army Kappe, wie sie Starstylist Armin Mohrbach trägt. Im Frontbereich weniger Hoch und mit kürzerem Schirm, kommt diese Form zudem häufig in wertigen Naturmaterialen daher. Auch die Proportionen des Körpers bleiben einem bei diesem Modell Gott sei Dank erhalten. Diesel bietet davon in seiner Kollektion jede Saison eine schöne Auswahl in dezenten Farben an. Auch bei D´Squared ist diese Form derzeit absolut angesagt. In unserer Bildergalerie findet ihr eine Auswahl an aktuellen Modellen, mit denen ihr im kommenden Winter genau richtig liegt.

(Sven Barthel)

 

Adressen:

DSQUARED: POP, Sendlinger Straße 7, 80331 München

DIESEL: Diesel Store, Residenzstraße 3, 80333 München

GUCCI: Gucci Store, Maximilianstraße 31, 80539 München

ED HARDY: ISYS, Sendlinger Straße 40, 80331 München

SUBCREW: www.subcrewreact.com